Der alte Totenweg von Erflinghausen nach Reiste

Die Bewohner von Erflinghausen liefen früher bei Wind und Wetter über diesen steilen Weg zur Kirche nach Reiste.
Da auch die Verstorbenen in Reiste bestattet wurden, war der Leichentransport auf diesem sogenannten Totenweg, vor allem in den Wintermonaten, eine strapaziöse Angelegenheit. Wenn möglich wurde ein Karren mit Pferdegespann benutzt, ansonsten wurde der Leichnam wegen des Holzgewichts in einem Fichtensarg abwechselnd von mehreren Personen die 2 1/2 km lange Strecke nach Reiste getragen.
Noch heute wird dieser Weg zu den Festivitäten in Reiste genutzt, und zwar nicht nur dann, wenn zu „tief ins Glas geschaut” wurde, sondern auch um einen schönen Spaziergang zu machen, auf dem Friedhof nach dem „Rechten zu schauen” oder ein Fußballspiel auf dem Sportplatz anzusehen.

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