„St. Blasius”, Kapelle zu Sögtrop

Die dem hl. St. Blasius geweihte Kapelle wurde nach dem ersten Drittel des 17. Jahrhunderts errichtet. Sie war ursprünglich nur aus Fachwerk erbaut und hatte durch Witterungseinflüsse so stark gelitten, dass sie 1818 mit Blechplatten und Brettern verkleidet wurde. 1890 erhielt sie ein neues Schieferdach und ein neues Türmchen. Der Zahn der Zeit und die Witterung setzten der barocken Kapelle weiterhin so zu, dass sie als baufällig bezeichnet und 1930 abgerissen wurde. Die Sögtroper errichteten daraufhin mit eigenen Mitteln eine neue Kapelle, die am 1. Dezember 1931 feierlich eingeweiht wurde. 1991/1992 erfolgte eine gründliche und umfassende Renovierung. Im Mittelpunkt des Altarraumes steht eine Holzskulptur des Kapellenpatrons St. Blasius. Im linken Seitenaltar befindet sich eine Pieta, die früher auf dem Hochaltar gestanden hat. Der Kreuzweg wurde 1889 erstellt und die Rundbogenfenster entstanden beim Neubau durch die Glasmalerei Peters aus Paderborn. Auf ihnen sind jeweils Heilige mit einer Fürbitte dargestellt. Zwei Gedenktafeln erinnern an die Gefallenen der beiden Weltkriege. Am 16. Januar 1945 stürzte am Ortsrand von Sögtrop ein Flugzeug ab und brannte völlig aus. Die Besatzung, zwei deutsche Nachtjäger, konnten sich mit dem Fallschirm retten. Als Erinnerung und Mahnung sollen einige Bruchstücke des abgestürzten Flugzeugs dienen, die in der Kapelle stehen.