„St. Maria” (Mater dolorosa), 14-Nothelfer-Kapelle zu Niederreiste

Die Kapelle wurde 1736 im Renaissance-Stil erbaut. Der damalige Reister Pastor Hermann Josef Kemper hat sie als Sühneopfer errichtet. Am 21.3.1736 wurde sie der schmerzhaften Muttergottes geweiht. Sie ist wahrscheinlich zur Zeit der großen Pestseuchen entstanden.
Im Volksmund wird die Kapelle auch „Die 14 Nothelfer-Kapelle” genannt. Zur Innenausstattung gehören die geschnitzten Figuren der 14 Nothelfer (11 männliche und 3 weibliche Figuren).
Als die alte Reister Pfarrkirche 1835 wegen Einsturzgefahr geschlossen wurde, diente diese Kapelle vorübergehend als Notkirche. Da sie sich jedoch als zu klein erwies, wurde eine massiv gebaute Scheune auf dem Junkers-Hof provisorisch als Notkirche hergerichtet. Nach dem 2. Weltkrieg stellte die katholische Pfarrgemeinde diese Kapelle den vertriebenen evangelischen Christen aus den besetzten Ostgebieten als Gotteshaus zur Verfügung, bis 1968 die ev. Kirche eingeweiht wurde.
1966 wurde die Kapelle unter Denkmalschutz gestellt.
1978 wurden die Figuren gestohlen. 12 von ihnen konnten sicher gestellt werden. Die zwei fehlenden wurden denkmalgerecht nachgebildet. Das Gitter im Eingangsbereich schützt heute vor weiteren Diebeszügen. 1986/87 wurde sie stilgerecht renoviert. Der Altar, die Bänke und die 14 Nothelfer wurden restauriert und der Kapellenboden mit Schieferplatten ausgelegt.

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